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Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik


Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) existiert als
eigenständige Behörde seit 1991.

Es ist hervorgegangen aus einer geheimen Dienststelle des Bundesnachrichtendienstes (BND), der "Zentralstelle für das Chiffrierwesen",
und residiert noch immer in Bonn.

Dort arbeiten die knapp 400 Mitarbeiter in der Zentrale und in Aussenstellen
in streng bewachten und elektromagnetisch abgeschirmten Gebäuden mit
moderner Technik und Ausstattung, vorwiegend Wissenschaftler und
Techniker als Beamte, Angestellte oder Soldaten -mit Stellenzulage.
Die Finanzausstattung aus Bundesmitteln beträgt im Jahr 2002
rund 35.700.000 EUR.

Aufgaben:

Nach dem BSI-Errichtungsgesetz von 1990 ist der Zweck des BSI die
Förderung der Sicherheit in der Informationstechnik.

Dazu gehören insbesondere die Untersuchung von Sicherheitsrisiken im
informationstechnischen Bereich von Bundesbehörden, die Entwicklung,
Prüfung und Anwendung kryptographischer Verfahren für den
Informationsaustausch (z.B. Chiffrierung geheimer Dokumente beim Bund
oder in verbundenen Wirtschaftsunternehmen), die Prüfung und Zertifizierung
von informationstechnischen Systemen (Prüfung der Sicherheit als
Voraussetzung für den Einsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen),
Unterstützung und Beratung von Bundesbehörden, Strafverfolgungsbehörden,
Verfassungsschutzbehörden (diese nur mit IT-Bezug) und Unternehmen und
Organisationen (Wirtschaftsspionage).

Die Aufgaben sind im BSI-Errichtungsgesetz geregelt.


Gliederung:

Neuorganisation:
Dem Präsidenten des BSI unterstehen neben einer Stabsabteilung
"Strategische Planung, Controlling" vier Abteilungen, die in einzelne
Fachbereiche und Referate unterteilt sind:

Z. Zentrale Aufgaben
I. Strategische Anwendungen, Internet-Sicherheit
II. Sicherheit in Netzen, Kryptologie, wissenschaftl. Grundlagen
III. Abhörsicherheit, Allgemeine IT-Sicherheit

Im nachrichtendienstlichen Kontext sind die Abteilungen
I-III von besonderer Bedeutung,
mit Referaten wie
I 2.3: Unterstützung von Strafverfolgungsbehörden,
II 1.2: Entwicklung von Kryptosystemen,
III 1.2: Abstrahlsicherheit,
III 1.4: Lauschabwehrprüfungen

Daneben gibt es den einzelnen Abteilungen zugeordnete Projektgruppen,
die themenspezifische Fachprojekte durchführen, z.B.
e-Government,
Hochsicherheit,
Sichere Mobilkommunikation.


Tätigkeiten:

Als "Beratungs- und Dienstleistungsamt" tritt das BSI vielfältig in Erscheinung.
Es berät Behörden und Unternehmen in vielen Fragen der technischen
Sicherheit (vom Virenschutz bis zur Datensicherheit zur Abwehr von
Wirtschaftsspionage), veranstaltet IT-Sicherheitskongresse für Behörden und
Vertreter aus Industrie und Wirtschaft, veröffentlicht zahlreiche Publikationen,
darunter das "IT-Grundschutz-Handbuch" mit grundlegenden Sicherheitshinweisen
im Umgang mit Informationstechnik.

Es prüft technische Anlagen und Geräte auf Sicherheitsrisiken, z.B. das
Abstrahlverhalten von Computern, und vergibt bei Einhaltung der zuvor festgelegten
Grenzwerte ein Sicherheitszertifikat.
Dieses ist für die Verwendung dieser Geräte in sicherheitsrelevanten Bereichen
einiger Bundesministerien sogar vorgeschrieben.

Mitarbeiter des BSI sind neben Angehörigen anderer Behörden und Ministerien
sowie des Bundeskriminalamts Mitglieder der "Task Force Sicheres Internet",
um ständig Sicherheitsrisiken im Internet zu erkennen und zu beseitigen.

Neben diesen gegenwärtigen Tätigkeiten unterstützt das BSI aber auch
Polizeidienststellen und Verfassungsschutzbehörden bei der Aufdeckung von
Straftaten oder verfassungsfeindlichen Bestrebungen, soweit diese einen Bezug
zur Informationstechnik haben. Das können also verschlüsselte Botschaften sein,
die über das Internet versandt werden und einer Dechiffrierung bedürfen, aber
auch die Aufdeckung von Spionagetätigkeiten oder Kriminalität.

Zu diesem Zweck hat das BSI kürzlich den Prototypen einer neuen Meta-
Suchmaschine vorgestellt, mit der das Internet auf strafbare Inhalte hin
automatisch durchsucht werden kann.

Das "Internet-Ermittlungstool" (INTERMiT) des BSI kann auf die Bedürfnisse
der jeweils anwendenden Behörde einfach zugeschnitten werden, es sucht
nach zuvor festgelegten Begriffen oder Wörtern.

Diese können je nach Anwendungsfall variiert werden, im Bereich des
Verfassungsschutzes zum Beispiel auf extremistische Inhalte, im Bereich des
Bundeskriminalamts auf strafbewehrte Pornografie oder dergleichen.
Die Ergebnisse werden in Datenbanken gespeichert und können später
ausgewertet werden.

Im Bereich der Kryptographie sind beim BSI etwa 50 Spezialisten
beschäftigt, also eine leistungsstarke Abteilung mit wichtigen Aufgaben:
sie besorgt die sichere Verschlüsselung von geheimen Mitteilungen der
Ministerien, der Botschaften, von Behörden oder der Bundeswehr, aber
auch die Möglichkeit der Dechiffrierung fremder Nachrichten.

Jede amtliche Verschlüsselungstechnik ist zuvor beim BSI gründlichst
auf ihre Sicherheit geprüft worden.

Aber auch andere Verfahren werden in den geheimen Laboren des BSI
erforscht: Techniken zum Ausspähen von Daten, Abhöranlagen und
Minisender, elektromagnetische Belauschung.

Die gewonnenen Erkenntnisse werden an sensiblen Stellen der Bundesorgane
eingesetzt.
Mitarbeiter des BSI messen die Durchlässigkeit von Gebäudemauern
für Strahlungen und versuchen so, ein Ausspähen zu vermeiden.
Im Bereich der Lauschabwehr werden regelmäßig Räume und Gebäude von
Ministerien oder Botschaften auf Abhörtechnik kontrolliert ("Wanzen"),
technische Geräte auf Manipulationen untersucht.


Erreichbarkeit:

Postanschrift
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Godesberger Allee 185
53175 Bonn

E-mail: poststelle@bsi.bund.de
Homepage: www.bsi.de

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 Information



Deutschland / BSI:
Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesinnenministers

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